
10. Frauen Power Day

Der Flyer: 9. Frauen-Power-Day 2009
WN, 20.Oktober 2008
9. Frauen Power Day
-ah- Gronau. Eines ist gewiss und darin waren sich die Teilnehmerinnen des Frauen-Power-Day am Samstag einig: Die 9. Auflage des Gronauer Frauen-Power-Day hat Geschmack auf mehr gemacht. Fast fünf Stunden lang wurde den Interessierten ein bunter Mix aus Unterhaltung, Informationen und Mitmachangeboten präsentiert. Rund 70 Frauen hatten sich am frühen Samstagnachmittag im Walter-Thiemann-Haus eingefunden und begleiteten die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau, Edith Brefeld, den 1. Vorsitzenden des Kneipp-Vereins Gronau, Bernd Ahlers sowie Claudia Hempelmann von der Frauenvertretung des Landessportbund auf der Suche nach „Lebensfreude - der Weg und das Ziel!“.
„Was ist Lebensfreude überhaupt?“, fragte sich die Schirmherrin des Tages und stellvertretende Bürgermeisterin, Annette Gerwens. „Laut Wikepedia ist es das subjektive Empfinden der Freude am eigenen Leben. Während bei den meisten Menschen im Frühling mit den ersten Sonnenstrahlen die Lebensgeister geweckt werden, wirkt das Wetter in der dunklen Jahreszeit eher deprimierend auf sie. Der 9. Frauen-Power-Day bietet Gelegenheit, Neues auszuprobieren, um wieder mehr Lebensfreude in den grauen Alltag zu bringen. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und testen Sie , was Frau schon immer einmal machen wollte.“
Im Anschluss an eine auflockernde Bauchtanzeinheit mit Verena Walter ging es in der Talk-Runde mit Moderatorin Karin Mikosch-Eimann um drei bekannte Gesprächpartnerinnen aus Gronau und Epe, die Lebensfreude ausstrahlen. So berichtete die Frauen- und Jugendbeauftragte des Stadtsportverbandes, Gertrud Meyer, wieso sie sich schon seit mehr als zwei Jahrzehnten für den Sport in Gronau einsetzt. „Auslöser waren eigentlich meine beiden Kinder, die in jungen Jahren - heute sind sie 25 und 29 Jahre alt - allerlei Sportarten ausprobierten. Ich hatte hier und da Verbesserungsvorschläge und wurde prompt zur Mitarbeit überredet. Über die Betreuung der Fußballmannschaft meines Sohnes gelangte ich schnell in den Jugend- und später in den Hauptvorstand bei Vorwärts Gronau. Ehrenamtliche sind immer gefragt, leider gibt es viel zu wenige davon“, so die 51-Jährige, die darüber hinaus seit 17 Jahren im Organisations-Team für den Ball des Sports tätig ist. Der Sport ziehe sich eben bis heute durch ihr Leben und dank einer toleranten Familie habe sie ihre Aufgaben auch immer erledigen können. „Privat gilt mein Interesse jeder Sportart, was bei der Wahl des Fernsehprogrammes mitunter zu Konflikten führt, da mein Mann sportlichen Aktivitäten nichts abgewinnen kann“, so Gertrud Meyer.
Weiter ging es mit der Eper Frohnatur, Ute Lutzke, die eine Leidenschaft für plattdeutschen Humor hat. Entdeckt wurde die Mutter von drei Kindern rein zufällig, als es bei den Mitgliedern der kfd bei einem bunten Abend zum Engpass kam. „Ich sprang notdürftig ein und wurde für gut empfunden“, so die Leiterin des heilpädagogischen Zentrums im Wittekindshof. „Als Alleinunterhalterin machte ich meine Schwächen zur Stärke, wobei sich Problemzonen als beliebtes Thema entpuppten. Wenn ich sagte: `Triumph krönt die Figur und drückt den Rest in die Strümpfe` und dann auch noch meine Beine zeigte, hatte ich sofort die Lacher auf meiner Seite“, so die bekannte Kabarettistin, die bei ihren Auftritten immer zwei Grundsätze verfolgte: „Ich gab mir Mühe, humorvoll rüber zu kommen und wollte keinen persönlich angreifen.“ Zeit zur Entspannung findet die Eperanerin bei Übungsabenden mit ihrem Chor sowie Waldgängen.
Als Letzte im Bunde kam die Rekord-Wasserball-Nationalspielerin Sabine Kottig zu Wort, die von ihrer sportlichen Karriere über den SV Gronau bis zur Nationalmannschaft erzählte. „Zweifelsohne benötigt man Ausdauer, Disziplin und Talent um diesen durchaus steinigen Weg zu meistern. Auch die gehörige Portion Glück, sich für die richtige Sportart zu entscheiden, sei nicht zu vergessen. Was man allerdings am Meisten braucht, ist das Herz, mit dem man voll bei der Sache sein muss“, meint die Bademeisterin der Stadtwerke Gronau, die über ihre Eltern einst zum Wassersport gekommen ist. „Es war eine schöne Zeit und ich bin froh, dass ich das alles erleben durfte.“ Mitunter war die Dinkelstädterin über 60 Tage im Jahr mit der Nationalmannschaft unterwegs und musste bis zu fünf Stunden am Tag trainieren. „Ohne die Zustimmung meines Chefs wäre das nicht möglich gewesen. Insbesondere die tolle Reise nach Barcelona, bei der wir Spiele vor 10000 Zuschauern absolviert haben sowie das Trainingslager in Australien werden mir bestens in Erinnerung bleiben. Das waren einfach unbezahlbare Momente“, so Kottig. Doch es gab nicht nur Höhepunkt in ihrer Wasserball-Laufbahn. „Im Laufe der 16 Jahre (1989 - 2004) in der Nationalmannschaft habe ich auf der Welt viele Krankenhäuser kennen gelernt. Mitunter ging es zu wie in einem schlechten Horrorfilm. Aber das ist vergessen“, berichtet die Mutter von zwei Kindern, die diese erlebnisreichen Jahre nicht missen möchte.
Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken mit Köstlichkeiten von den Landfrauen, konnten nacheinander zwei der sieben angebotenen Work-Shops besucht werden. Besonders gefragt war wieder einmal der Kurs „Farbberatung“ von Bernhild Terbahl. Hierbei gab die Farb- und Stilberaterin den Zuhörerinnen wertvolle Tipps, wie sie ihre persönliche Ausstrahlung mit Garderobe oder Make-ups unterstreichen können. Nur einen Raum weiter ging Diplom Oecothrophologin Doris Bierbaß in ihrem Work-Shop „Fit-Food“ auf gesunde Ernährung und den richtigen Essens-Mix ein und Agnes Denkler entführte ihre Kursbesucher per Meditation ins „Traumland“. Sportliche Fitness war im Work-Shop „Energy-Fitness“ mit Anja Steinacker gefragt. Durch ein Power-Programm mit einem Mix aus Elementen des Aerobic, Tai Chi und Joga brachte die Übungsleiterin die Besucher ordentlich in Bewegung. Tänzerische Veranlagungen und Rhythmusgefühl waren Voraussetzung, um im Work-Shop „Tanzen“ mit Verena Walter zu bestehen. Unabhängig von Alter und Fitnessgrad bot Elke Pischel in ihrem Kurs „Pilates“ den Besuchern eine Verbesserung der Körperwahrnehmung. Last but not least führte Mechthild Dahlhues ihre Teilnehmer im mobilen Wassertretbecken und auf dem Sinnes-Erlebnispfad in die Welt kneipp´scher Anwendungen ein.
Mit einem musikalischen Highlight von den „Swinging Guitars“ der Musikschule Gronau klang die Veranstaltung bei einem Glas Sekt um kurz nach 18 Uhr aus. Doch wie heißt es immer so schön: Nach dem Frauen-Power-Day ist vor dem Frauen-Power-Day, auf den sich - anlässlich des Zehnjährigen - sicher schon wieder viele Kneippianerinnen freuen werden.
Der Flyer: 9. Frauen-Power-Day 2008
WN, 21.Oktober 2007
„Jeder Lebensabschnitt kann blühen“
Gronau. Begeisterte Frauen und zufriedene Kursleiter, wo findet man das heutzutage schon noch? Beim 9. Frauen-Power-Day im Walter-Thiemann-Haus, bei dem die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Edith Brefeld, der 1. Vorsitzende des Kneipp-Vereins, Bernd Ahlers sowie Jutta Kopper vom Landessportbund am Samstag rund 80 Frauen mit auf die Reise unter dem Motto „Frauengenerationen“ nahmen. Fast fünf Stunden lang wurde den Besucherinnen ein bunter Mix aus Unterhaltung, Information- und Ausprobierangeboten präsentiert.
„Im Laufe des Nachmittags werden wir versuchen, generationsübergreifende Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten“, erklärte Bernd Ahlers in seiner Begrüßungsrede. Großes Lob für seine innovativen und qualitativ hochwertigen Gesundheitsangebote zollte die Schirmherrin, stellvertretende Bürgermeisterin Annette Gerwens, dem Kneipp-Verein: „Es lässt sich nicht verhehlen, dass sich die Altersstruktur aufgrund der demographischen Entwicklung bundesweit verändern wird. Daher ist es wichtig, frühzeitig auf variierende Rahmenbedingungen zu reagieren und die Angebote unterschiedlichen Frauengenerationen anzupassen.“
Die Besucherinnen kamen in Bewegung.
Bei der Gestaltung des demographischen Wandels werde das Klima zwischen den Generationen nämlich einen wesentlichen Einfluss auf die Lebensqualität des Einzelnen und unsere Gesellschaft haben. „Wir als Verein haben für soziale Begegnungsstätten zu sorgen und konnten dies in einzelnen Kursen - wie Wassergymnastik - bereits umsetzen, so dass sich für junge und ältere Frauen auch außerhalb des Kneipp-Angebotes soziale Kontakte ergeben, so Ahlers.
„Frauenpower Days begleitet der Landessportbund (LSB) schon seit etlichen Jahren. Doch in Gronau fällt hierbei immer eine Besonderheit auf: Er ist immer sehr gut besucht und bringt junge und ältere Menschen zusammen. Genau das wünschen wir uns für diesen Aktionstag“, freute sich Jutta Kopper vom Frauenbeirat des LSB über die große Resonanz seitens der Frauen.
Nach einem Bewegungscocktail der besonderen, bauchfreien Art folgte eine Talk-Runde zum Thema „Jeder Lebensabschnitt kann blühen“ mit Moderatorin Karin Mikosch-Eimann. Hier ging es um Frauen aus unterschiedlichen Generationen, die zu ihren Lebensentwürfen und Lebenserfahrungen aus dem realen Leben berichteten und deutlich machten, dass jeder Lebensabschnitt so seine Qualitäten hat. Als erste kam die 25-jährige Ronja Hinrichsen zu Wort. „Nach meiner mehr schlecht als recht durchlaufenen Schulzeit, ging ich ins Canisiusstift nach Ahaus.
Dort absolvierte ich eine Ausbildung, um mir meinen Traumberuf zu erfüllen. Mein größtes Problem war nach wie vor meine Faulheit in der Schule! Doch ich habe sie überwunden und die Ausbildung zur Krankenschwester geschafft“, so Ronja Hinrichsen in einer frischen und offenen Art. Neben ihrem Zungenpiercing (einer Verrücktheit in jugendlichen Jahren, das beim Küssen überhaupt nicht stört) ging sie auch noch auf die Beziehung zu ihrem muslimischen Freund ein. „Religion spielt in unserer Beziehung natürlich eine Rolle. Wenn man aber den anderen und seinen Glauben akzeptiert und darin unterstützt, lässt sich alles regeln.“
Kneipp-Vorsitzender Bernd Ahlers im Gespräch mit Den Workshop-Leiterinnen.
Mit Zukunftspläne kann sie natürlich auch aufwarten: „Momentan mache ich mit unserem Berner Sennenhund eine Therapiehundausbildung. Danach würde ich gerne eine Weiterbildung zur Psychiatriefachschwester absolvieren und spätestens mit 30 dann doch einmal bei meinen Eltern ausgezogen sein.“ Als nächste Gesprächspartnerin berichtete die 44-jährige Kirsten Moritz aus ihrem Leben, die als Masseurin und medizinische Bademeisterin im Lukaskrankenhaus arbeitet. Nachdem sie im Rahmen einer Anstellung in Krefeld Mobbing am Arbeitsplatz kennen gelernt hatte, wechselte sie nach Gronau, wo sie die Liebe ihres Lebens kennen gelernt hatte. Als Mutter zweier Kinder kann sie Familie und Beruf gut unter einen Nenner bringen und lebt glücklich mit ihrer Familie in den Niederlanden. Als letzte im Bunde der Drei-Generationen-Frauen plauderte die 70-jährige Theresa Koberg aus dem Nähkästchen. Anschaulich erzählte sie von ihrer Kindheit, Studienzeit und dem Einstieg in den Lehrberuf. „Jeder neue Abschnitt meines Lebens war mit Unsicherheit behaftet und es brauchte meist einer Eingewöhnungszeit, ehe ich mich irgendwo heimisch fühlte“, so die frühere Lehrerin des Werner-von-Siemens-Gymnasiums. Seit fünf Jahren genießt Theresa Koberg mittlerweile ihren Ruhestand und hat sich dabei dennoch nie zur Ruhe gesetzt, engagiert sie sich schließlich als Ehrenamtliche in im Luks-Krankenhaus, wo sie sich um die Patientenbibliothek sowie die Schreibschule kümmert.
Nach dem Kaffeetrinken konnten die Workshops besucht werden. Bei den kneippschen Bewegungsangeboten erfreuten sich die Kurse „Energy-Fitness“ mit Anja Steinacker, „Pilates“ mit Elke Pischel sowie „Tanzen“ mit Verena Walter großer Beliebtheit. Als Renner stellte sich aber der Workshop „Farbberatung“ heraus, in dem Bernhild Terbahl am lebenden Objekt zeigte, welcher Farbtyp eine Frau wirklich ist. Dabei gab sie Tipps, wie die richtigen Farben bei der Garderobe und dem Makeup die persönliche Ausstrahlung einer Frau unterstreichen.
Frauen aus drei Generationen gaben ihre Statements ab. Fotos: Angelika Hoof
„Vitamine & Co.“ waren Thema des Workshops von Doris Bierbaß, die über die Vitaminversorgung informierte und Hinweise zur Ernährung und die Verwendung von Nahrungsmittelergänzungsmitteln gab. Barbara Wiemann gab Einblicke in „Lebensfreude - Lebensenergie“ eines Menschen und eigene Körperkräfte sowie die positive Wirkung des Wassers waren Thema bei Mechthild Dahlhues, die über „Kneipp‘sche Anwendungen“ referierte.
Mit einem Glas Sekt und stimmgewaltiger Musik von der „Tafelrunde“ klang die Veranstaltung aus.
Von Angelika Hoof
Der Flyer: 8. Frauen-Power-Day 2007
24.Oktober 2006
Tipps zum Wohlbefinden im ganzheitlichen Sinn
„Frauen-Power-Day“: Bunter Mix aus Info, Unterhaltung und Workshops
ah- Gronau. Eines ist gewiss und darin waren sich die Teilnehmerinnen des „Frauen-Power-Day“ am Samstag einig: W
er der achten Auflage fern geblieben war, hatte wirklich etwas verpasst. Fast fünf Stunden lang wurde den Interessierten ein bunter Mix aus Unterhaltung, Informationen und Mitmachangeboten präsentiert. Erstmals im kürzlich eröffneten Walter-Thiemann-Haus nahmen die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau, Edith Brefeld, der 1. Vorsitzende des Kneipp-Vereins Gronau, Bernd Ahlers sowie Jutta Kopper vom Landessportbund rund 60 Frauen mit auf die Suche nach neuen „Perspektiven von & für Frauen“.
„Diese Veranstaltung ist eine Begegnung von Frauen, die vieles gemeinsam haben, wie beispielsweise das Interesse, Neues zu entdecken und zu erleben. Zudem möchten sie einen Einblick in gesundheitsorientierte Themen erhalten. Die Gesundheit zu fördern heißt, nicht alleine Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren - es bedeutet auch, mit sich zufrieden zu sein. Die Zufriedenheit ist von mehreren Faktoren abhängig wie von Freunden, der Familie und dem Beruf. Alles in Einklang zu bringen ist nicht immer einfach. Gerade wir Frauen müssen dabei ein großes Pensum bewältigen“, erklärte die Schirmherrin des Tages und stellvertretende Bürgermeisterin, Annette Gerwens, in ihrer Begrüßungsrede. „Der Frauen-Power-Day soll hierzu Anregungen und neue Ideen vermitteln.“
In der anschließenden Talk-Runde mit Moderatorin Karin Mikosch-Eimann ging es um Frauen, die etwas bewegen. So stellte Irmgard Helling zunächst ihre Tätigkeit als Übungsleiterin beim Kneipp-Verein vor. „Als leidenschaftliche Turnerin war ich schon immer dem Sport verbunden. Nachdem ich zunächst selbst an etlichen Kursen teilgenommen hatte, wechselte ich die Seiten und ließ mich zur Übungsleiterin ausbilden. Seitdem gebe ich beim Kneipp-Verein selbst Kurse für Frauen, die ich so abwechslungsreich wie möglich gestalte. Eine fundierte Ausbildung sowie die ständige Fortbildung der Übungsleiter sind oberstes Ziel des Vereins“, betonte Irmgard Helling. Diese Aussage konnte die zweite Gesprächspartnerin, Karin Jöhring, vom Kunden-Service der IKK-Geschäftsstelle in Rheine nur bestätigen. Seit mehr als zehn Jahren gehöre der Kneipp-Verein zu den Kooperationspartnern ihrer Krankenkasse, denn Kneipp stehe für Qualität. „Sein Programm ist auf die Gesunderhaltung ausgerichtet und davon profitiert natürlich auch die IKK, wenn ihre Versicherten gesund bleiben“, so Jöhring. Neben einigen typischen Erkrankungen unserer Zeit, unter denen Mann und Frau leiden, zeigte die Rheinenserin auch noch ein weiteres Aufgabengebiet ihrer Krankenkasse auf, nämlich die betriebliche Gesundheitsförderung. „Im Rahmen der sogenannten IKK Impuls Werkstatt besuchen wir Betriebe und geben dort Tipps und Hilfestellungen, wie sich die Mitarbeiter ihren Berufsalltag erleichtern können.“ Als letzter Gast der abwechslungsreichen Talk-Runde berichtete Ingeborg Varghese über ihre Erfahrungen in Bezug auf Krankheiten wie Depressionen, Suchtkrankheiten, seelische Erkrankung und Schizophrenie, mit denen sie es als Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie im Lukas-Krankenhaus zu tun hat. Fragen wie: „Welches Geschlecht neigt wozu?“, „Wie können die Krankheiten therapiert werden?“ und „Wie sieht es mit der Akzeptanz in der Bevölkerung aus ?“ wurden erörtert.
Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken konnten zwei der sieben angebotenen Work-Shops besucht werden. Bei den kneippschen Bewegungsangeboten erfreuten sich wiederum die Kurse „Flexi-Bar“ mit Anja Steinacker, „Pilates“ mit Elke Pischel sowie „Tanzen“ mit Michaela Büscher großer Beliebtheit. Etwas cooler ging es dagegen beim Zeitmanagement-Workshop mit Annette Busjan her, die den Frauen Tipps gab, wie sie ihre Zeit neu entdecken. Darüber hinaus zeigte Doris Bierbaß den Weg für äußere Schönheit durch gesunde Ernährung auf, Edith Brefeld behandelte das Thema „Selbstbehauptung“ und Barbara Wiemann gab Interessierten einen kleinen Einblick in Kneippsche Anwendungen wie Wechselbäder.
Mit einem prickelnden Sektausklang und Irish Folk mit der Gruppe „Greenish Blue“ klang die Veranstaltung aus. Doch wie heißt es immer so schön: Nach dem „Frauen-Power-Day“ ist vor dem „Frauen-Power-Day“, auf den sich sicher schon wieder viele freuen werden.
WN 09.11.2005
-ah- Gronau. Wadenwickel, Wassertreten, Kuren. Es gab Zeiten, da wurden Kneipp-Vereine mehr oder weniger nur mit diesen Begriffen assoziiert - und vielleicht auch als etwas weltfremd belächelt. Dass das heute keineswegs mehr der Fall ist, zeigte am Samstag die siebte Auflage des Frauen-Power-Day, der in Zusammenarbeit von Kneipp-Verein und Gleichstellungsstelle veranstaltet wurde. Viereinhalb Stunden lang wurde den Interessierten ein bunter Mix aus Unterhaltung, Information und Mitmachangeboten präsentiert. Ort des Geschehens war das Gemeindezentrum Mitte, in dem die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Edith Brefeld, und der 1. Vorsitzende des Kneipp-Vereins, Bernd Ahlers, rund 70 Frauen mit auf ihre Reise zu einem abwechslungsreichen und spannenden Nachmittag nahmen.
Das Motto des Aktionstages, ?Lebenswelten von Frauen?, griff Moderatorin Karin Mikosch-Eimann in der Talkrunde auf. Vier bekannte Gronauerinnen erzählten von ihren Träumen und Zielen, die sie in jungen Jahren an ihr Leben stellten, und wie es ihnen heute gelingt, ihren Alltag zu meistern. Dabei wurde schnell deutlich: Dem alten Lebensschema ?Schule beenden, heiraten und Kinder bekommen? sind Frauen schon lange entrückt. Gertrud Büning beispielsweise studierte nach ihrem Abitur und war 40 Jahre lang als Lehrerin an der Wilhelmschule tätig. ?Seit einiger Zeit widme ich mich der Pflege meiner 92-jährigen Mutter. Obwohl ich mich bei manchen Arbeiten (wie Spritzen geben, Gebiss reinigen) erst überwinden musste, erfüllt mich diese Aufgabe jetzt mit Freude?, so Büning.
Full-Time-Jobs haben auch Annette Gerwens und Mechtilde Spiegelburg, die Haushalt, Beruf und Familie unter einen Hut bekommen müssen. ?Da ist jedes Familienmitglied gefordert mit anzupacken, sonst funktioniert es nicht?, meinte Annette Gerwens, die zudem seit elf Jahren als stellvertretende Bürgermeisterin im Amt ist und auch die Schirmherrschaft des Frauen-Power-Days übernommen hatte. Last but not least erzählte Amateurtrabrennfahrerin Rita Drees über ihren Sport in einer früheren Männer-Domäne. ?Ich war erblich belastet, denn in meiner Familie hatten alle in irgendeiner Art und Weise mit Pferden zu tun?, erläutert die Eperanerin, die in ihrer knapp 40-jährigen Amateur-Karriere über 2 000 Siege und zwei Europameistertitel einfuhr.
Dass der Kneipp-Verein mit attraktiven Angeboten speziell für Frauen aufwartet, die immerhin 95 Prozent der Mitglieder des Vereins ausmachen, konnte auch Eva Wünsche als stellvertretende Vorsitzende des Kneipp-Bundes NRW nur bestätigen. ?Überzeugte Kneippianer können sich so manchen Arztbesuch und die Einnahme von Tabletten ersparen?, forderte Wünsche die Frauen auf, bei den gesunden und geselligen Veranstaltungen des Kneipp-Vereins mitzumachen.
Trendsportarten wie Flexi-Bar, Pilates, Body-Styling oder Nordic-Walking als Beispiele für die umfangreichen Bewegungsangebote beim Kneipp-Verein konnte ?Frau? im Anschluss daran in Ruhe in Sporthalle 2 an der Laubstiege dann sogleich ausprobieren. Darüber hinaus erhielten Interessierte die Gelegenheit, Kneipp´sche Anwendungen kennenzulernen oder sich ein paar Tipps in Selbstbehauptungs- oder Zeitmanagement-Workshops zu holen.
Seinen unterhaltsamen Ausklang fand der Frauen-Power-Day mit Kabarett, dargeboten von Liesbeth Klüsenkötter (alias Petra Aalke), sowie mit Jazzklängen von ?Captain Jazz? Theo Eimann.
WN 11.11.2004
Mit Selbstbewusstsein erwacht ein Ja zu Leben
6. Gronauer Frauen-Power-Day beschäftigte sich mit Theorie und Praxis
-ah- Gronau. ?Jeden Tag ein bisschen selbstbewusster" ? so lautete das Thema des sechsten ?Gronauer Frauen-Power-Day", den der Kneipp-Verein Gronau in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle der Stadt am Samstag im Gemeindezentrum Mitte veranstaltete. Gut 80 Frauen nutzten die Gelegenheit, sich vier Stunden lang diesem Motto zu stellen.
?Selbstbewusstsein ist eine ständige Herausforderung, die uns täglich begegnet und mit der jeder etwas zu tun hat. Dieser Nachmittag soll dazu beitragen, das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln zu betrachten", erläuterte der 1. Vorsitzende des Kneipp-Vereins, Bernd Ahlers, in seiner Begrüßungsrede. Dem pflichtete stellvertretende Bürgermeisterin Karin Mikosch-Eimann als Schirmherrin der Veranstaltung bei: ?Selbstbewusstsein ist etwas, das man sich jeden Tag aufs Neue erarbeiten muss. Vielleicht regt dieser Frauen-Power-Day die Teilnehmerinnen an, künftig das zu tun, was Frau schon immer einmal machen wollte."
Antworten auf die Frage ?Was ist Selbstbewusstsein?" gab Lehrtrainerin Elisabeth Tockloth in ihrem anschließenden Vortrag. ?Ganz tief im Herzen weiß ich, wer ich bin. Daraus erwächst die Selbstliebe, die mit Egoismus allerdings nur wenig zu tun hat", so Tockloth. Wer aus Selbstliebe heraus agiere, stärke sein Selbstbewusstsein, was wiederum die Grundlage für Selbstvertrauen und Selbstwertgefühle sei. Mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein erwache ein Ja zum Leben und die Fähigkeit, seine Ideen in die Tat umzusetzen.
Was bis dahin noch reine Theorie war, konnten die Teilnehmerinnen danach in den Workshops ?Body Balance", ?Selbstverteidigung/Selbstbehauptung", ?Stil- und Typberatung" sowie ?Was kann ich fürs Selbstbewusstsein tun" selbst auszuprobieren.
Zum Abschluss des informativen Nachmittages wurden noch einmal das Zwerchfell strapaziert, denn Kabarettistin Ute Lutzke gab ihre Erkenntnisse zum Thema ?Selbstbewusstsein" preis. ?Mittags schaue ich mir manchmal Talk-Sendungen im Fernsehen an", plauderte sie aus dem Nähkästchen. ?Dabei bewundere ich immer das Selbstbewusstsein der Kandidaten, die vor Millionenpublikum von ihren Problemen berichten. Mann, denke ich dann immer: Was müssen die wohl für einen IQ haben? Der kann doch nicht höher als Raumtemperatur sein. Und wo werden die nur gehalten? So was kann man doch nicht frei herumlaufen lassen."
WN 13.10.2003
Workshops lockten nur
knapp 70 Frauen an
"Frauenpowerday" von Kneipp und Gleichstellungsstelle
-ah- Gronau. Nur knapp 70 Frauen nutzten am Samstagnachmittag beim "Frauenpowerday" die 18 Workshops, die ihnen vom Kneipp-Verein Gronau und der Gleichstellungsstelle der Stadt Gronau im Driland-Kolleg zum Hineinschnuppern angeboten worden waren.
Bei der Eröffnung begrüßte Irene Kossack vom Präsidium des Kneipp-Bundes die Teilnehmerinnen und lud dazu ein, erst einmal völlig unverbindlich die Kurse auszuprobieren. Dabei betonte sie, wie wichtig immer wieder präventive Maßnahmen seien, um die Gesundheit zu erhalten. Als Vertreterin der Stadt wies die stellvertretende Bürgermeisterin Karin Mikosch-Eimann auf die langjährige, gute Zusammenarbeit zwischen der Gleichstellungsstelle der Stadt Gronau und dem Kneipp-Verein hin, der diese jährlich durchgeführten Frauentage zu verdanken seinen.
"Erfreute sich unser Frauensporttag im Jahr 2000 mit rund 170 Teilnehmern großer Beliebtheit, so muss ich allerdings gestehen, dass ich über die diesjährige Resonanz etwas enttäuscht bin. Echtes Interesse für unsere neuen Kurse hat nämlich - wie in jedem Jahr - nur der harte Kern gezeigt.
Der Großteil der Teilnehmerinnen ist gezielt zu bestimmten Workshops gekommen, wobei insbesondere die Angebote Selbstverteidigung für Frauen, Body Balance sowie Tai Chi gut angenommen wurden", beurteilte der 1. Vorsitzende des Kneipp-Vereins, Bernd Ahlers, die Beteiligung. Erfreulicher sah er hingegen die Entwicklung im Jugendbereich, wo dieses Mal wesentlich mehr Mädchen die Angebote nutzten als bisher. "Vielleicht geben ihnen und den erschienen Frauen unsere Angebote ja den Schub, aus dem ,ich könnte ja' ein ,ich mache mit und bringe mich ein' zu machen", hoffte Ahlers. Neben all den sportlichen Einheiten und Gesprächskreisen blieb den Teilnehmerinnen im Laufe der fünf Stunden immer noch genug Zeit für gemütliche Unterhaltung im Frauencafé oder für einen "Besuch" bei der Beauty- und Typ-Beratung.