Kneippverein Gronau, Epe und Umgebung e. V.

Einladung zum Gemeindenachmittag mit Kneipp am 16. September 2009

Kneipp-Verein sagt danke

„10 Jahre schöne Kooperation mit Ev. Kirchengemeinde“

Seit über 10 Jahren ist der Kneipp-Verein Gronau, Epe & Umgebung e.V. Gast in der Ev. Kirchengemeinde Gronau. Zunächst im Gemeindezentrum Mitte, dann, seit September 2006, im Walter-Thiemann-Haus. Ein Grund, danke zu sagen:

- Für das gute Miteinander in den alten und neuen Räumen;

- für die fürsorgliche Unterstützung durch Frau Margret Gottschalk und Frau Doris Schneider;

- vor allem für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Gemeindebezirk an der Ev. Stadtkirche, der - aus guten Gründen des gemeinsames Interesses an dem Wohlbefinden der Menschen - in seinem Dienst für Seniorinnen und Senioren gern auch mit dem Kneipp-Verein hier vor Ort kooperiert.

Dabei begrenzt sich die Zusammenarbeit zwischen Ev. Kirchengemeinde und Kneipp-Verein nicht auf die älteren Menschen, sondern umfasst auch die Jüngeren, ganz besonders die Kinder der Ev. Zachäus-Kindertagesstätte. So kommt es immer wieder zur schönen, lehrreichen Begegnungen zwischen Jung und Alt; alle lernen dazu – mit allen Sinnen, indem sie sich mit den Ideen von Sebastian Kneipp beschäftigen.

Sebastian Kneipp, von 1821 - 1897, war katholischer Pastor und der Begründer der Kneippschen Naturheilkunde. Ihm ging es um den ganzen Menschen, um dessen Gesundheit und Wohlbefinden. In seinem Sinne geht der heutige Kneipp-Verein Gronau, Epe & Umgebung e.V. davon aus, dass jeder Mensch, früher und auch heute, sicherlich ebenso in Zukunft, großen Belastungen körperlicher und seelischer Art ausgesetzt ist. Da ist es dann gut, wenn geholfen wird – durch Zuwendung und Aufklärung, durch Gemeinschaft und Miteinander. „Die Menschen brauchen Angebote und Ideen sowohl für die persönliche Lebensgestaltung als auch für die Möglichkeit, für sich selbst etwas zu tun“, so Bernd Ahlers vom Kneipp-Verein.

Somit ist die Kneippsche naturheilkundliche Gesundheitslehre äußerst zeitgemäß und völlig modern. Denn gerade die Menschen in der gegenwärtige Zeit haben ein ausgeprägtes Interesse am Erhalt ihrer Gesundheit; und da gilt: „Kneipp kann einen Beitrag zu mehr Lebensqualität, Zufriedenheit, Vitalität, Spaß und Entspanntheit in jeder Lebensphase leisten“, so die Bernd Ahlers.

Konkret heißt das: Es gibt fünf Säulen, mit denen die Zielsetzung der Gesundheitsförderung im umfassenderen Sinne des Wortes umgesetzt werden! Es sind die Säulen:

Wasser, Ernährung, Bewegung, Heilkräuter, Lebensordnung!

Während der gute Sinn und Wert einer ausgewogenen, gesunden Ernährung ebenso von selbst einleuchtet wie die positiven Auswirkungen von Bewegung auf unseren Körper und auf unsere Seele, muss zum Wasser gesagt werden: Wasser ist mehr als ein nützliches Naturelement! Wasserbäder und Wassertreten wirken auf uns Menschen über unsere Haut ein und steigern z.B. die Abwehrkräfte . . . - Ebenso gut tun uns die Heilkräuter, die zur Vorbeugung und Heilung eingesetzt werden können. - Die Kneippsche Lebensordnung bringt alles auf den genauen Punkt: Die Ganzheitlichkeit und die Einheit von Körper, Seele und Geist ist sehr wichtig und dabei spielt die innere Ordnung beim Lebensrhythmus und der Ausgleich zwischen Spannung und Entspannung eine wichtige Rolle.

In vielen konkreten Veranstaltungen wurde und wird gemeinsam gehört und gesehen, ausprobiert und erfahren, was Pfarrer Sebastian Kneipp im einzelnen ganz konkret meint. Hunderte von Menschen haben die Angebote des Kneipp-Vereins hier vor Ort wahrgenommen, kennen und schätzen gelernt. „Somit wird“, so Pfarrer Uwe Riese, „ein wichtiger Beitrag geleistet, dass wir Menschen uns als Geschöpfe Gottes verstehen und entsprechend verantwortungsbewusst auch mit uns selbst umzugehen lernen!“.

Somit: Der Kneipp-Verein Gronau, Epe & Umgebung e.V. sagt danke – für die räumliche und vor allem inhaltliche Zusammenarbeit mit der Ev. Kirchengemeinde; ebenso sagt die Ev. Kirchengemeinde Gronau dem Kneipp-Verein danke für seine wichtige, bereichernde Aufgabe.

(Bernd Ahlers, , Pfr. Uwe Riese)

An den fünf Nachmittagen im Oktober 2006 gab es im Walter-Thiemann-Haus eine tolle Kneipp-Projektwoche. Gemeinsam haben der Kneipp-Verein Gronau, Epe & Umgebung, die Ev. Zachäus-Kindertagesstätte und das Ev. Bethesda-Altenheim Seniorinnen und Senioren und Kinder im Kindergartenalter dazu eingeladen, sich einander zu begegnen und miteinander die Gesundheitslehre Sebastians Kneipps in ihrer Bedeutung auch für uns Menschen heute kennen zu lernen.

An jeweils einem Nachmittag wurde eine der fünf Säulen der Kneippschen Gesundheitslehre ganz konkret und anschaulich vorgestellt. In gemeinsamen Aktionen konnten junge und ältere Menschen, Kindertagesstättenkinder und Altenheimbewohner/-innen ganzheitlich erleben, wie wichtig und wohltuend Wasser, Bewegung, eine gute Ernährung, bestimmte Heilkräuter und die Kneippsche Lebensordnung für uns alle ist. Besonders für die Kinder taten sich viele neue Erfahrungen auf, während die Altenheimbewohner/-innen teilweise schon mit den Kneipp-Gedanken vertraut waren.

Jede der Einheiten begann mit dem kleinen Bewegungsspiel „Ich bin top fit“. Davon fühlten sich unsere Kinder so angesprochen, dass sie dies mit in den Alltag ihrer Kindertagesstätte genommen haben: für den Morgenkreis als Ritual. Ein Beispiel, das zeigt, dass hier etwas fürs Leben gelernt wurde. „Insgesamt können wir sagen“, so resümiert Frau Elke Winkels aus der Zachäus-Kindertagesstätte, „dass wir wieder einmal trotz der unterschiedlichsten Voraussetzungen viele Gemeinsamkeiten entdeckt haben. Zusammen wurden Erkenntnisse erarbeitet, die uns Blickwinkel öffnen können und unser Leben bereichern“.

So haben alle, ob jung oder alt, beispielsweise bei der Säule „Wasser“ erfahren und gelernt: Wasser ist mehr als nur nass. Wasser hat auch eine große Heilkraft, was in Gesprächen, Spielen, Wassertreten, bei Armbädern und anderen Aktivitäten dargestellt und auf verschiedenste Weise eindrucksvoll erfahrbar gemacht wurde.

Wir haben Armbecken und Gießrohre für den Kindergarten bekommen und können uns weiter mit dieser Materie beschäftigen. Zudem haben wir Erzieherinnen und Erzieher neue Impulse für die Arbeit mit den Integrationskindern bekommen. Gerade hier bieten sich gute Möglichkeiten, diese Komponente aufzugreifen, z. B. bei Konzentrationsschwierigkeiten, Abgeschlagenheit oder Hypotonie. Weitere Ziele werden sein, Nutzen und Gefahren des Wassers besser kennen zu lernen und die Verantwortung dafür zu tragen.

Ebenso lehrreich waren die Nachmittage zur gesunden Ernährung, zur sinnvollen Bewegung, zum Nutzen der Heilkräuter und zur Information über die Kneippsche Lebensregel . . . Alles in allem eine geklungene Aktionswoche . . . (Elke Winkels)

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