Kneippverein Gronau, Epe und Umgebung e. V.

Die fünf Säulen der Gesundheit nach Sebastian Kneipp

Wasseranwendungen

Wasser als Vermittler natürlicher Lebensreize steigert die Leistungsfähigkeit, regt die Abwehrkräfte an und verbessert die Durchblutung und das Körperbewusstsein. Vorbeugend und therapeutisch wirken die Wasseranwendungen harmonisierend auf das Nerven- und Hormonsystem sowie auch auf die Psyche. Wasseranwendungen nach Kneipp sind individuell und fein abstufbar und können exakt auf die jeweilige Person und Situation abgestimmt werden. Über den therapeutischen Nutzen hinaus wirken sich Wasseranwendungen auch positiv auf die Straffung des Gewebes aus und vermitteln einfach ein gutes Gefühl.

Bewegung

Körperliche Aktivität, sinnvoll und dosiert angewendet, setzt angepasste Reize, um wichtige Funktionen unseres Körpers zu fördern und zu unterstützen. Der Bewegungsapparat, das Herzkreislaufsystem, die Verdauungsorgane oder das Nervensystem werden durch Bewegungstherapie gleichermaßen angesprochen, wie z. B. auch die Psyche, auf die sie einen regulierenden Einfl uss hat. Massage unterstützt oder begleitet, als »reaktive Therapieform « oft unentbehrlich, die Bewegung. Der Kneipp-Verein Gronau bietet in dieser Hinsicht ein sehr breites Kursprogramm mit unterschiedlichsten Angeboten an. Und mal ehrlich: Nach einer sportlichen Betätigung fühlt man sich doch einfach besser, körperlich und seelisch.

Ernährung

»Du bist, was du isst.« Einfach, aber wahr. Und diese einfache Wahrheit kannte auch Pfarrer Kneipp. Es ist eigentlich erstaunlich, wie Sebastian Kneipp schon zu seiner Zeit die Bedeutung der Ernährung erkannte und Regeln aufstellte, die heute längst von Ernährungswissenschaftlern bestätigt und belegt worden sind. Im Hinblick auf den dramatischen Anstieg von Zivilisationskrankheiten in den vergangenen Jahrzehnten könnte man Kneipps Aussagen zur Ernährung »prophetisch« nennen. Heute wissen wir, dass gesunde Ernährung viele Krankheiten vermeiden oder deren Verlauf günstig beeinflussen kann. Nicht zu unterschätzen ist außerdem der Einfluss der Ernährung auf den Zustand von Geist und Seele.

Phytotherapie –Heilpflanzen

Wir leben in einer Zeit, in der die Schulmedizin Großartiges zu leisten vermag, gleichzeitig aber auch immer wieder an ihre Grenzen stößt. Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach Alternativen. »Ganzheitliche« Medizin und Naturheilverfahren, wie z.B. Akupunktur, liegen voll im Trend. Pfarrer Kneipp empfahl schon damals die Anwendung von Heilkräutern, innerlich in Form von Tee oder Saft, äußerlich in Form von Salben, Ölen, Einreibungen oder Zusätzen zu Wickeln und Bädern. Heutzutage ist das Wissen um die Wirksamkeit von Heilkräutern, das zu Kneipps Zeiten ja auf Erfahrung beruhte, mit wissenschaftlichen Nachweisverfahren eindeutig belegbar.

Lebensrhythmus

Diese fünfte Säule wird auch »Ordnungstherapie « genannt, ein Begriff, der möglicherweise zunächst verwirrend wirken mag. Gemeint ist damit vieles, z. B. ein bewusster Lebensrhythmus, der eine ausgewogene, natürliche Lebensführung umfasst und der Einheit von Körper, Geist und Seele gerecht wird. Gemeint ist z. B. auch, das richtige Maß zu finden: nicht zu viel Arbeit – nicht zu wenig; genug Erholung – aber kein Müßiggang; Geselligkeit -aber keine Exzesse; körperliche Betätigung – ohne Streben nach sportlichen Höchstleistungen; gute schmackhafte Nahrung - ohne Völlerei. Die Ordnungstherapie bezieht sich aber nicht nur auf den Einzelnen, sondern meint auch das Miteinander der Menschen. So ruft sie uns zu Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und Nächstenliebe auf und zum Streben nach einem respektvollen Umgang mit der Natur und sozialer Gerechtigkeit unter den Menschen.

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